Neue Freunde und unvorhersehbare Abenteuer

Unsere Indienreise nähert sich langsam dem Ende zu und wir werden sicherlich noch einige Zeit benötigen unsere ganzen Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten und einzuordnen. In den letzten Tagen sind uns jedoch noch einige verrückte Dinge passiert, von denen ich hier noch berichten möchte…

Jemand ruft. Ich werde aus dem Schlaf gerissen, gerade war ich noch im Lummerland, jetzt bin ich wieder in Indien. Um genauer zu sein in good old Delhi. Zum zweiten Mal erreichen wir Delhi auf unserer Reise durch Nordindien. Und zum zweiten Mal werden wir mitten ins Chaos geworfen. Der Busfahrer wirft uns einfach irgendwo in Delhi um fünf Uhr morgens aus dem Bus. Keine Lust noch bis zur Endstation weiterzufahren. Da stehen wir nun mit unseren Sachen am Straßenrand und ärgern uns über die Rauswerfmentalität indischer Busfahrer. Ein paar Rikschafahrer sind sofort zur Stelle und wollen uns zu den besten Unterkünften ihrer Freunde bringen. Doch wir haben bereits einen Plan. Gepäck abgeben am Bahnhof und dann den Rest des Tages in den Lodhi Gardens entspannen. Guter Plan.

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Und die Menge brüllt.

Wir sitzen unter einem blauen Pavillon auf dem Dach des Madpacker Hostels in Pushkar. Über mir schaut der blaue Himmel durch ein grünes Geflecht von Lianen, unter mir liegen bunte Decken und weiche Kissen. Die Nachmittagsluft ist geschwängert von Kokosnussöl und aus den Boxen dröhnt eine Mischung aus traditioneller indischer Musik und Goa-Trance. Mein Blick streift über die zahlreichen Bergketten und Hügel, die Pushkar umgeben. Es sind braungraue Felsen mit einigen wenigen grünen Tupfern. Ich kratze mich nachdenklich am Kopf und finde blaue Farbreste an meinen Fingern. Seit dem letzten Blogbeitrag sind nur wenige Tage vergangen und doch ist so viel Außergewöhnliches passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht am besten da, wo ich aufgehört habe…

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The Godfather of Dream Heaven

Wir erreichen Udaipur in der Nachmittagshitze mit dem local Bus. Im Lonely Planet haben wir von dem fabelhaft angepriesenen Hotel Dream Heaven gelesen. Wir machen uns spontan auf zum Guesthouse und suchen uns einen Weg durch die labyrinthartig angelegten Treppen und Flure des Hotels bis wir uns schließlich mit unseren Rucksäcken durch den letzten Aufgang zwängen und den Himmel erreichen, den Dream Heaven. Vorher hatte ich mich noch gewundert, wie in hergottsnamen man sein Hotel nur Dream Heaven nennen kann. Doch beim Anblick der weißen Dachterrasse und dem wahnsinnigen Panorama über den Lake Pichola und die Altstadt fällt es mir wie Federn von den Flügeln.

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Tea Masala und Dalai Lama

Der Bus holpert über die zerschlissene Straße, über mir singt ein kleines Mädchen und neben mir schläft ein junger Inder, die Hitze und der Wüstenstaub dringen durch die kleinen Schiebefenster in den Bus und die Vorhänge flattern im Fahrtwind. Wir befinden uns irgendwo zwischen Jodhpur und Udaipur auf einer staubigen Straße, ich wische mir den Schweiß von der Stirn, draußen ein Hupkonzert, irgendwo bellt ein abgemagerter Straßenhund, ich lehne mich im Sitz zurück und atme eine Mischung aus Räucherstäbchen, Abgasen und frisch zubereiteten Dosa ein…

Einige Tage zuvor betreten wir nach einer anstrengenden Anreise den Flughafenvorplatz von Delhi. Bis auf die Zähne mit Informationen bewaffnet machen wir uns bereit für einen Ansturm dubioser Taxifahrer, die uns auf alle bedenklichen Weisen betrügen wollen. Uns, die Westler, die wandelnden Goldgruben. In der Mail des Hostels hat es geheißen, dass wir nur mit einem Taxi der Firma Meru fahren sollten und der Schalter direkt hinter dem Ausgang liege. Lässig verlassen wir also das Flughafengebäude in der Hoffnung als Einheimische akzeptiert zu werden. Und *trommelwirbel* kein Mensch interessiert sich auch nur eine müde Bohne für uns.

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Die letzten Stunden des Emil M.

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Download des Audiowalks

Kern der Arbeit ist ein Audiowalk zu den letzten Stunden Emil M.s in einer nicht allzu fernen Zukunft, die am Rande des Untergangs steht. Der Audiowalk kann sowohl im Kölner Stadtzentrum begangen, als auch mittels Kopfhörern und einer Rauminstallation während der Sublima16, erfahren werden. Trotz des drohenden Todes und allgegenwärtiger Panik empfindet Emil M. ein sonderbares Hochgefühl.

Download des Audiowalks

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Pavillon Art Safiental

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Kuration des Pavillon Art Safiental

Auf der diesjährigen Alps Art Academy widmete sich der Workshop, an dem ich teilnahm, der Vermittlung der entstandenen Land Art Projekte. Gemeinsam kreierten wir die Idee des Art Safiental Pavillons.

Der Pavillon Art Safiental ist eine kleine Bar hinter der Pension Alpenblick. Er fungiert als Startpunkt für individuelle und geführte Besich- tigungen der künstlerischen Projekte. Gleichzeitig bleibt er ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste. In der Bar ist eine Box installiert, aus der in Form von Losen verschiedene Ideen für Art-Safiental- Spaziergänge gezogen werden können. Sowohl in einer kleinen analogen Sammlung als auch in digitaler Form werden alle Spaziergänge dokumentiert. Im Pavillon beginnt Ihre Reise!

Der Pavillon dient gleichzeitig als Bühne, Ausstellungsfläche, Begegnungsort, Informationsstelle und Herz der Art Safiental. Als Ausgangspunkt für Spaziergänge zu den verschiedenen sites finden Besucher*innen hier erste Informationen rund um die art Safiental. 
Für die Vernissage wurde gemeinsam mit dem Küchenchef ein lokal-traditionelles Gebäck, die Totenbeinli, hergestellt. Anregungen für den Besuch der Art Safiental wurden hineingebacken. So fungierten die Kekse als Überbringer von künstlerisch-rezeptiven Aufgaben für die geneigte Besucher*in (zB Zähle alle Grüntöne in der Landschaft). Die Anweisungen können zusätzlich einer Losbox entnommen werden, die sich im Pavillon befindet. Die Ergebnisse der künstlerischen Forschung sollen anschließend auf Instagram oder Facebook unter #artsafientalspaziergänge dokumentiert und anschließend im Pavillon ausgestellt werden. Für die Präsentation der Fundstücke stehen kleine Plattformen bereit unter denen Sowohl der Name des Finders, als auch der Ort und die Uhrzeit eingetragen werden sollen.
Während der Ausstellung laufen im Pavillon verschiedene Soundaufnahmen (Stimme, Zitate, Aufnahmen, Naturgeräusche etc.) geloopt.  (pinker Ast >> I wish I was here)

Vermittlung

Eine unverhoffte Liebschaft

Eine unverhoffte Liebschaft

Wir schreiben den 13. Juli 2016. Es ist ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne strahlt, der Himmel lacht. Heute ist der große Tag gekommen, der Tag, an dem ich mich ihm endlich stelle. Seit Grundschultagen versuchten wir es immer wieder miteinander, doch so wirklich funktionieren wollte es nie. Es ist eine Hassliebe. Doch bevor ich ihn endgültig abschreibe, will ich ihm noch eine letzte, diese, Chance geben. Es ist ja nicht so, als wäre ich nicht schon oft genug auf ihn zugegangen. All meine Vorurteile schießen mir durch den Kopf. Read More »